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GESCHICHTE IN BILDERN

Das Familienunternehmen Schabert von der Gründung bis heute.

1919

Am 15.9.1919 gründet Harry Lambert im lettischen, teils deutschsprachigen Riga ein Handelskontor unter der Bezeichnung „H. Lambert, Agentur“. Seine drei Neffen, Leonhard, Eduard und Robert Schabert, die im Unternehmen mitwirken, erben die Firma nach dem Tod des Onkels im April 1931. Ihre Handelstätigkeit unterstützt Ernst Neumann, der 1922 von einer Teegesellschaft aus Berlin nach Riga gekommen war.

Ein langjähriges Team: Ernst Neumann (links), Robert Schabert (stehend) und Eduard Schabert (vorne rechts)

1939

Nach dem Hitler-Stalin-Pakt werden die Deutsch-Balten in das völkerrechtswidrig annektierte „Reichsgau Wartheland“ in Polen umgesiedelt. Auch die Gebrüder Schabert sind betroffen und müssen im 800 Kilometer entfernten Posen neu anfangen. Das dort 1940 gegründete Unternehmen wird als offene Handelsgesellschaft „Robert Schabert oHG“ eingetragen. Gesellschafter sind die drei Brüder Schabert und Ernst Neumann.

Firmengründer: Eduard und Robert Schabert

1946

Aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt wagen Robert und Eduard Schabert in Bamberg den Neubeginn, während sich Leonhard Schabert dazu entschließt, in Hamburg ansässig zu werden. Am 17.6.1946 erhalten die Brüder die Genehmigung zur Eröffnung eines Großhandels und erwirken die Zuzugsgenehmigung für ihren Weggefährten Ernst Neumann. 

Neustart: Gewerbezulassung, 1946.

1956

Nach der Kündigung der vorübergehend angemieteten Räumlichkeiten in der Bamberger Kalikofabrik ist das Unternehmen seit 1951 in der Dr.-von-Schmitt-Straße 8 in Bamberg ansässig. 1956 beginnt man mit dem nächsten Generationenwechsel: Gesellschafter sind nun Eduard Schabert, dessen Sohn Friedrich Schabert sowie Erik Neumann, der Sohn von Ernst Neumann.

Bescheidender Beginn: Büroräume in der Dr.-von-Schmitt-Straße 8 in Bamberg.

1960

Die 1956 geknüpften Kontakte zum niederländischen Hersteller Balatum N.V. in Huizen tragen Früchte: Schabert erhält die Zusage zum Alleinverkauf von Balacron als Großhändler in Süddeutschland. Ein Jahr später erfolgt der Umzug des Unternehmens in größere Räumlichkeiten am Marienplatz 5-7 in Bamberg. Mit dem Tod von Robert und Eduard Schabert ist die dritte Generation ab 1967 alleine tätig.

Erik Neumann und Friedrich Schabert, 1967.

1970

Schabert bietet erstmals die Leinen-Kollektion Charmant-Gewebe an, die exklusiv für das Unternehmen hergestellt wird. Auf der Suche nach größeren Lagerräumen, erhält man das Angebot zum Kauf eines Grundstücks in Strullendorf bei Bamberg, und entschließt sich zu einem Neubau, in den man im Januar 1973 umzieht. Für eine spätere Nachfolgeregelung wird das Unternehmen in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. 

Noch auf der grünen Wiese: Neubau in Strullendorf, 1971.

1975

f-color wird Produktname für das neugeschaffene Angebot im Papierbereich. Alle f-color-Papier-Kollektionen werden im Hause Schabert konzipiert und exklusiv für das Unternehmen produziert. Schabert übernimmt die Vertretung für Bucheinbandgewebe von van Heek-Scholco aus Losser, NL für Süddeutschland. 1977 erscheint „Der Butt“ von Günter Grass mit Charmant-Gewebe im Überzug und f-color als Vorsatz bei Luchterhand. 

Kollektionen der eigenen Marken: Charmant-Gewebe und F-color, 1975.

1987

Im Jahr 1987 beginnt die bis heute bestehende Zusammenarbeit mit dem französischen Velours-Hersteller SEF. Auf der Frankfurter Buchmesse ist man seit 1984 mit einem eigenen Stand erfolgreich vertreten.

Eigener Messestand auf der Frankfurter Buchmesse, 1985.

1992

Erik Neumann scheidet am 31.12.1992 aus dem Unternehmen aus. Als Verantwortlicher für Personal und Finanzen war er nicht nur Chef, sondern auch Vertrauensperson der Mitarbeiter und dem Unternehmen noch lange nach seiner aktiven Zeit verbunden.

Geschäftsführer mit Herz: Erik Neumann

1993

Kay H. Neumann, der 1989 in das Unternehmen eingetreten war, wird geschäftsführender Gesellschafter und führt das Unternehmen bis zum 31.5.1999 mit seinem Bruder Björn gemeinsam. Mit einem Erweiterungsbau schafft man Platz für eine Schneidewerkstatt, in der individuelle Formate auf Kundenwunsch angefertigt werden.

Gemeinsam erfolgreich: Das Schabert-Team, 1993.

2000

Seit dem 1.6.1999 leitet Kay H. Neumann das Unternehmen Schabert in vierter Generation als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter. Im Jahr 2000 geht das Unternehmen online. Ein Jahr später erfolgt der Wechsel in eine neue Gesellschaftsform: die Gebr. Schabert GmbH. & Co. KG.
2004 wird der bislang größte Einzelauftrag der Firmengeschichte für Edition Süddeutsche Zeitung realisiert.

Großauftrag: Die Bücher der Edition Süddeutsche Zeitung, 2004.

2009

Im Jahr 2009 erlangt die Firma Schabert die FSC®– Produktketten-Zertifizierung und Florian Walta, Neffe von Kay H. Neumann, tritt ins Unternehmen ein. 2011 beginnt man die Zusammenarbeit mit der Büttenpapierfabrik Gmund: f.color Papier wird von nun an am Tegernsee produziert.

Büttenpapierfabrik Gmund am Tegernsee: Partner der Firma Schabert seit 2011.

2016

Erste Produkte der Koehler Paper Group werden 2016 ins Sortiment aufgenommen. 2017 wird Schabert durch die Errichtung einer Photovoltaikanlage zum Energie-Selbstversorger. Am 13.11.2017 stirbt Friedrich Schabert. Bis zuletzt war er am Firmengeschehen interessiert und begrüßte jeden Morgen alle Mitarbeiter mit Handschlag.

Leitfigur des Unternehmens: Friedrich Schabert, verstorben 2017.

2019

Schabert präsentiert sich 2018 mit neuem Firmenlogo und der neuen Domain www.schabert.eu. Auch f.color® erhält einen neuen Look und wird als Marke eingetragen. Im August 2019 wird der mit Gmund Papier bestehende Kooperationsvertrag langfristig verlängert

„Zukunft ist kein Schicksalsschlag,
sondern die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen.“

– Franz Alt –

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